Kataster-
vermessung

Teilungsvermessung

Wenn Sie nur einen Teil eines Grundstücks erwerben oder verkaufen möchten, dann müssen Sie das Grundstück teilen lassen.

Grundstück teilen lassen

Um ein Grundstück zu teilen benötigen Sie seit Juli 2004 keinerlei Genehmigung mehr. Die Teilung darf allerdings nicht den Festsetzungen eines Bebauungsplans widersprechen (z.B. Mindestgrundstücksgröße). Ist das Grundstück bereits bebaut, dürfen durch Ihre Teilung auch keine baurechtswidrigen Zustände entstehen (z.B. Grundstücke ohne Erschließung, Unterschreitung von Mindestgrenzabständen zu Gebäuden, Brandschutz, Ausnutzung usw.).

Früher hat dies alles das Bauamt und die Gemeinde geprüft und Ihnen dann eine Genehmigung erteilt. Sie konnten dann sicher sein, dass Ihre Teilung nicht rechtswidrig ist. Mit Einführung der neuen Hessischen Bauordnung am 01.10.2002 ist die Teilungsgenehmigung des Bauamtes weggefallen und mit der Novellierung des Baugesetzbuchs durch das Europarechtsanpassungsgesetz Bau (EAG Bau), die am 20.07.2004 in Kraft getreten ist, ist auch die Genehmigung der Gemeinde entfallen.

Sie als Eigentümer sind nun selbst dafür verantwortlich, dass Ihre Teilung keine rechtswidrigen Zustände schafft. Dies ist für den Laien sicherlich schwierig zu beurteilen, da das Baurecht umfangreich ist und es viele Ausnahmen gibt. Allerdings können Sie sich natürlich durch Sachverständige für Baurecht beraten lassen. Als Öffentlich bestellter Vermessungsingenieur berate ich Sie selbstverständlich gerne im Rahmen meiner Möglichkeiten und helfen Ihnen bei der Festlegung der Teilungslinie.

Sollte eine Teilung nicht ohne Verletzung des Baurechts möglich sein, kann in einigen Fällen die Eintragung einer Baulast helfen. Eine Baulast ist ein öffentlich-rechtlicher Vertrag zwischen Ihnen und dem Bauamt. Wenn Baulasten zur Vermeidung oder Beseitigung baurechtswidriger Zustände eingetragen werden müssen (z.B. Erschließungsbaulast, Abstandsflächenbaulast, Vereinigungsbaulast usw.), so erstellen wir auch hierfür die notwendigen Karten und Formulare. Die notwendige Beglaubigung Ihrer Unterschrift auf diesen Formularen können wir für Sie vornehmen.

Nach Festlegung der Teilungslinie erfolgt die örtliche Vermessung Ihres Grundstücksteils durch mich. Die neuen Grenzen werden, wenn Sie dies wünschen, abgemarkt (d.h. durch Grenzmarken örtlich markiert) und das Kataster wird fortgeführt. Nach der Fortführung erhalten Sie eine Mitteilung über die Veränderungen am Grundstück, die so genannte Fortführungsmitteilung (früher: Veränderungsnachweis). Erst jetzt kann Ihr Notar die Berichtigung des Grundbuchs beantragen. Er benötigt hierzu die Fortführungsmitteilung und den notariell beglaubigten Kaufvertrag. Sobald Sie als Eigentümer im Grundbuch eingetragen sind, können Sie Ihr Grundstück belasten, z.B. durch eine Hypothek. Die beschriebene Prozedur dauert ab Auftragserteilung bis zur Ausfertigung der Fortführungsmitteilung ca. 2-3 Monate, wobei die reine Messzeit und Bearbeitung in meinem Büro hier den geringsten Anteil (ca. 2 Wochen) hat.

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